Dienstag, 16. März 2010

Fungia-Dollar



Viel Neues gibt es ja eigentlich gar nicht zu erzählen, weil ich dem Becken noch immer viel Ruhe gönne und selbst Wasserwechsel auf ein Minimum (alle 6 - 8 Wochen) beschränke. Die Algen gingen deutlich zurück und es ist absehbar, dass das Becken in ein paar Wochen algenfrei sein wird. Letzte Woche treibt mich der Feilenfisch zum Wahn, weil er sich im Filterkasten eingenistet hat und partout nicht von der Stelle weichen will. Selbst den Attacken der Futterzange begegnet er mit stoischer Gelassenheit und lässt sich nicht aus dem Kasten treiben. Schlussendlich muss ich ihn mit dem Küchensieb rausangeln. Der Kleine scheint dann aber froh über seine Befreiung zu sein, schwimmt übermütig im Becken umher und knabbert eifrig an den lebenden Steinen.

Massi kann es nicht lassen und bezahlt mich für meine rechtlichen Bemühungen in eigener Sache mit der unter Aquarianern beliebten Münz-Währung "Fungia-Dollar":


...glücklicherweise entwickelt sich meine eigene totgeglaubte Fungia zur Geldmaschine und produziert fleissig kleine Fungia-Dollars. Leider wachsen die kleinen nur sehr langsam:

Sonntag, 24. Januar 2010

Ein Zebra und Gift im Wohnzimmer...

Das Aquarium meines Vaters läuft hervorragend: Die Fische sind gesund, die Korallen gedeihen oder vermehren sich gar und die Wasserwerte sind stabil. Er hatte sich letztes Jahr nach und nach drei winzige Doktoren gekauft, die jetzt gut viermal so gross sind, so dass die Beckengrösse nicht mehr angemessen erscheint. Er entscheidet sich deshalb, mir einen Zebrasoma Veliferum zu überlassen, bis er ein grösseres Becken haben wird. Mir kommt dies sehr entgegen, weil ich ohnehin noch einen weiteren Fadenalgenfresser gebrauchen kann und mir der Zebrasoma auch äusserlich gut gefällt.

Das Einfangen mit der Vakuumglocke klappt überraschend gut und kaum ist der Zebra bei mir im Becken eingesetzt, beteiligt er sich auch schon energisch an der Fütterung. Der Hawaii-Doktor attackiert den Neuzugang anfangs mit seinem Schwanzskalpell, aber der Zebra bleibt davon weitgehend unbeeindruckt und rückt jeweils einfach ein bisschen zur Seite, ohne aber einen Gegenangriff zu starten. Er scheint sich soweit allgemein ganz wohl zu fühlen bei mir...immerhin guckt er mir jetzt gerade neugierig beim Schreiben dieser Zeilen zu...und das nach nur vier Stunden im Becken...ein witziges Kerlchen:
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Die Zähne der Nasenmuräne sind hier zu erkennen:
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Auch einer Scheibenanemone sei hier wieder einmal etwas Aufmerksamkeit gegönnt, kürt sie doch das Entrée der Muränenhöhle:
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Krustenanemonen der Gattung Palythoa beinhalten das Gift Palytoxin, eines der tödlichsten Gifte, die in der Natur überhaupt vorkommen. Bereits kleinste Mengen sind innert Minuten tödlich. In Hawaii wurden früher Speerspitzen mit Palytoxin aus Krustenanomenen benetzt, um damit den Feind auszuschalten. Weil getroffene Gegner aber derart an den Qualen litten, sah man mit der Zeit von dieser Technik ab.
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Im Aquarium sollte man diese Tiere niemals mit blossen Händen berühren, solange man nicht ausschliessen kann, dass man keinerlei offene Stellen an Händen oder Unterarmen hat, seien sie auch noch so klein.
Akte 05/40 brachte schon eine TV-Reportage mit dem Titel "Gift im Wohnzimmer" über exakt dieses Thema. Unter diesem Link finden sich auch die nachfolgenden Zeilen eines Erfahrungsberichts:
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"Ich habe Bekanntschaft mit der Kruste gemacht. Habe sie bei Atoll - Aquaristik auf einem Stein mit einer Seescheide erworben. Norbert sagte; das die Seescheide im Becken nicht haltbar ist. So wars dann auch nach ein paar Wochen. Da mir der Stein auch zu groß war nahm ich ihn Sonntags gegen 18°° Uhr herraus, und klopfte mit dem Hammer drauf. Beim dritten Schlag sprang er auseinander, und ich rutschte mit dem linken Daumen ab und Schnitt mich. Dabei rutschte ich mit der offenen Wunde über die Kruste. Nachts gegen drei Uhr mußte ich auf Toilette und hatte leichte Schmerzen. Gegen 7³° Uhr war das Handgelenk halb Steif. 10°° Uhr ab ins Krankenhaus nach Bergisch - Gladbach. Nach kurzer Erklärung wurde ich innerhalb von 20 minuten Ambulant operiert. Neuer Termin einen Tag später 15°° Uhr bei einem Orthopädischen - Dr. Trotz Medikmente; Schmerzen wurden immer Schlimmer, der linke Arm war Steif bis am Oberarm. Der Daumen war an der Unterseite - Schwarz, es wurde zu wenig weg geschnitten. Als der Orthopädische - Dr. den Verband abnahm ging der Alarm los. Ich bekam ohne eine Erklärung drei Spritzen, mir wurde eine Schiene angelegt und eine Einweisung ins Klinikum - Leverkusen.
Der Dr. hat gesagt:"das in ca.5 Stunden der Tod eingetreten wäre, weiterhin kann es sein, das man Ihnen die Hand abnehmen muss." Im Klinikum - Leverkusen angekommen ging auch da alles sehr schnell. Der Erste und zweite Doktor waren vor einem Rätsel.
Der dritte Doktor hatte mal Bekanntschaft mit einem Schwertfisch gemacht und sagte; so schnell schneide ich keine Hand ab. Einweisung in die Klinik, da war ich 8.Tage am Tropf um den Körper zu entgiften. Am 9.Tag dann die zweite Operation wo der halbe Daumen gechält wurde. Nach 14.Tagen Entlassung aus dem Klinikum....
Heute nach zwei Jahren kann ich den Daumen trotz Bewegungstherapie noch nicht richtig Bewegen. Mein Becken steht Toi Toi Toi gut. Ich habe nicht wegen den Krusten abgebaut, sie nur vernichtet. Es gibt ja viel schönere.
Übrigens habe ich besagte kruste mit der anderen Hand gerieben, ( aber ohne offene Wunde ) nichts ist passiert. Gebt bloß nicht das schöne Hobby wegen einer Kruste auf.
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Die giftige Krustenanemonen der Gattung Palythoa:
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Der Nemo 2 wird mit seinem grösseren Artgenossen nicht wirklich warm und zieht kurzerhand in die höher gelegene Siedlung von Scheibenanemonen, um dort sein Einsiedlerdasein zu fristen:



Der Feilenfisch ist der Glasrosenfresser schlechthin und hat deshalb auch Einzug in mein Becken gefunden. Er passt seine Körperfarbe immer blitzschnell der Umgebung an:



Der Putzerfisch (Labroides dimidiatus) wird immer grösser. Ich frage mich auch, woher die rote Färbung in der Körpermitte kommt...hängt das mit der Nahrung zusammen?



Die Krustenanemonen gehören vermutlich zur ungiftigen Gattung Zoanthus...und sehen wirklich hübsch aus:


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Der Hawaii-Doktor fühlt sich um seine Vormachtstellung im Becken betrogen:

Freitag, 15. Januar 2010

Neue Wasseraufbereitung...

Ein kleines Update zur Entwicklung meines Aquariums ist längst überfällig. Tatsächlich gibt es dagegen keine grossen Neuerungen. Immerhin war es meine Absicht, dem Becken viel Ruhe zu gönnen, so dass es sich von den Turbulenzen erholen kann. Ich hatte auch lange auf weitere Wasserwechsel verzichtet, damit sich wieder genug Bakterien entwickeln und eine funktionierende Biologie einstellen konnte.

Vor einer Woche habe ich erstmals wieder einen Wasserwechsel mit 120 Liter Osmosewasser gemacht, um Algen abzusaugen und wieder Spurenelemente zuzufügen.

Die Wasserwerte zeigen, vor und eine Woche nach dem Wasserwechsel die gleichen Werte:

Nitrat: 5 mg/l

Nitrit: Nicht nachweisbar

Ammonium/Ammoniak: Nicht nachweisbar

Phosphat: 0.03 mg/l

Salinität: 34

Calcium: 480 mg/l

Die Werte zeigen, dass nun der Stoffwechselkreislauf wieder intakt ist. Nach und nach ziehen sich auch die Algen zurück. Neulich habe ich gar eine junge Schnecke (sogar mit Häuschen) die Scheibe hochkriechen gesehen und auch meine Korallen wachsen im Moment wie verrückt. Übrigens setze ich seit etwa zwei Monaten das Produkt Easy-Life (Flüssiges Filtermedium, Mineralien) ein und irgendwie habe ich das Gefühlt, dass seit dann das Becken nochmals einen Sprung nach vorne gemacht hat.

Das Gäste-WC wurde weitgehend in ein Wasseraufbereitungsraum umfunktioniert. Dabei habe ich das 120-Liter-Fass dort permanent installiert und die gesamte Osmoseanlage liegt im Fass drin, so dass ein Leck bei den Schlauchklemmen vermutlich keine Überschwemmung verursachen würde. Natürlich habe ich an der Oberkannte des Fasses noch einen Abflussschlauch eingelassen und mit Silikon verklebt. Die Verbindungsstelle zwischen Wasserhahn und dem Schlauch zur Osmoseanlage ist im Übrigen durch ein dickeres, gebogenes Rohr geschützt, so dass auch hier das Wasser bei einem Defekt der Verbundstelle eigentlich seinen Weg in den Abfluss finden sollte. ...ja und an Murphys Law denken wir jetzt mal nicht.



Die Anemone füttere ich wöchentlich mit einem kleinen Stück Krill oder Muschelfleisch und sie dankt es mir mit Wachstum:



Noch immer ist ein feiner Algenbelag deutlich erkennbar:


Die Teppichanemone pflügt sich ihren Weg durch den Sand:


Die Sternchenmuräe einmal mehr zu Gast bei der Nasenmuräne. Ich konnte heute erstmals beobachten, dass die Sternchenmuräne ihre körperliche Überlegenheit ausspielte und bei der Fütterung die Nasenmuräne mit einem seitlichen Kopfputsch wegschubste...fast gerade so, wie es jeweils die Kühe auch tun.

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Messung des Nitratwerts:


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Freude herrscht: Nachdem sich die Anemone bereits zwei mal teilte und die Ableger bei Massi versilbert wurden, scheint jetzt auch die totgeglaubte Fungia wieder kleine Ableger zu produzieren...ja da reibt sich der kapitalistisch geprägte Schweizer die Hände:


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Gesamtansicht des Beckens:

Sonntag, 20. Dezember 2009

Renovatio II

Das zweite Grounding (vgl. letzter Beitrag) hat mich stark getroffen und ich habe lange über eine Auflösung des Beckens nachgedacht. Das Becken trübte sich damals über Nacht und am Morgen waren viele Tiere schon tot oder gerade am eingehen. Wieder mischte ich sofort frisches Meerwasser an und evakuierte, was ich konnte. Massi nahm sich den überlebenden Tieren an, so dass sich mein Becken in aller Ruhe erholen konnte. Vier Tage lang roch es in meiner Wohnung nach Ammoniak (riecht wie Chlor), weil so ziemlich alles Leben im Becken abgestorben war. Trügerischerweise lag der Nitratwert bei Null, was wohl mehr als Zeichen für das Fehlen von denitrifizierenden Bakterien steht. Grosszüge Wasserwechsel und eine zweiwöchige Pause brachten wieder etwas Stabilität. Als vorläufige Ursache für beide Groundings ist die Zugabe von Wodka anzusehen, welche offenbar in Kombination mit meinen diversen Filtermedien ein nicht zu erwartendes aussergewöhnlich hohes Bakterienwachstum und damit einhergehend einen Saurstoffmangel auslöste. Beim ersten Grounding deutete alles darauf hin, dass die Seegurke abgelaicht hatte, was jetzt wieder in Frage gestellt werden muss. Heute habe ich sämtliche Filtermedien entfernt und dafür noch mehr Lebendgestein eingesetzt.

Mittlerweile sind die Tiere wieder im Becken. Zudem erstand ich noch einen Hawai-Doktor gegen die Algen sowie einen Feilenfisch gegen den Glasrosenbefall. Der Tierbestand gestaltet sich derzeit wie folgt:

- Kleiner Hawaidoktor
- Zwei Amphiprion Ocellaris
- Kleiner Putzerlippfisch
- Sternchenmuräne
- Nasenmuräne
- Feilenfisch
- Fünf Einsiedler

Vorläufig werde ich es bei diesem Bestand belassen. Ich mache derzeit keine Wasserwechsel mehr, um dem Becken Zeit für die Erholung zu geben.

Becken rechts:
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Becken links:


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Amphiprion Ocellaris:
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Nasenmuräne:
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Störender Algenbefall:
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Hawai-Doktor:
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Sternchenmuräne:

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Schwamm:

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Röhrenkoralle:
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Freitag, 13. November 2009

Grounding II

Am Wochenende gebe ich versuchsweise 2ml Wodka in's Becken, um sicher zu gehen, dass das Grounding meines Beckens nicht allenfalls doch durch die Anwendung der Wodka-Methode ausgelöst wurde. Am Dienstag ist noch alles gut und ich messe 20mg/l Nitrat. Am Mittwoch Morgen, 06.30, bemerke ich, dass das Becken trübe ist. Ich renne sofort zum Becken und tatsächlich präsentiert sich mir ein déjà-vue: Trübes Wasser, Fuchsgesicht tot, Tiere ringen nach Luft. Sofort, noch vor der Arbeit, wechsle ich 120 Liter Wasser und am Abend nach der Arbeit gleich nochmals 120 Liter Wasser. Zudem gebe ich Wasseraufbereiter (Dennerle Clear-up) und Aktivkohle in's Becken. Der Sauerstoff-Test ergibt, dass im Becken tatsächlich viel zu wenig Sauerstoff ist (2 mg/l).
Als sich am Donnerstag die Situation noch nicht erheblich verbessert hatte, brachte ich spätabends meine Tiere (2 Muränen, 1 Nemo, plus Kleintiere) zu Massi in ein Becken. Die Hilfe von Massi war wie immer "over the top"! Welcher Händler ruft schon am Donnerstag um 22.30 Uhr von sich aus an, um zu fragen, wie es dem Becken geht und bietet dann zugleich an, noch rasch in den Verkaufsladen zu kommen, um meinen Tieren Asyl zu gewähren?
Noch immer riecht das Aquarium stark nach Chlor. Wie der Tröpfchentest bestätigte, ist dies ein Zeichen für Ammoniak (hochgiftig!) im Becken. Konkret waren 0.5 mg/l nachweisbar.
Bis anhin gehen Massi und ich von folgender Ursache aus:
Aktivkohle bietet von allen Filtermedien die grösste Siedlungsfläche für Bakterien. Weil ich nebst anderen Filtermedien relativ viel Aktivkohle im Becken habe (2 x 500g Säcke) wäre es denkbar, dass die einmalige Zugabe von 2ml Wodka schon ausreichte, um ein explosionsartiges Bakterienwachstum auszulösen. Die Bakterien wiederum verbrauchten derart viel Sauerstoff, dass es für die Fische nicht mehr genug hatte. Das Absterben der Fische und Bakterien belastete schliesslich das Wasser so stark, dass Ammoniak nachweisbar war.
Ich bin momentan recht frustriert und war kurz davor, das Becken auszuräumen.
Mal schauen.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

In dubio pro reo

Erst noch im letzten Blogbeitrag bekannte ich mich zum Stolz über meine scheinbar kräftigen Nemos, welche die schöne Zeichnung der Gattung Ocellaris mit den knalligen Farben der Gattung Percula zu vereinen schienen. Am Tag darauf fehlte das Weibchen. Es ist bis heute unauffindbar. Selbstverständlich habe ich, wie immer, gleich die gefrässige Sternchenmuräne des Verzehrs bezichtigt. Mangels Beweisen wurde ein Beckenausweisungsverfahren aber eingestellt. Im Zweifel für den Angeklagten. So muss, zumindest aus juristischer Sicht, von Tod durch Altersschwäche und Verschollenerklärung infolge Verwertung durch Einsiedlerkrebse gesprochen werden, wenngleich noch immer Zweifel über den tatsächlichen Tathergang bestehen.

Heute, morgens um 07.00 Uhr, ruft mich Massi an, dass die Fischlieferung eingetroffen sei und ein wunderschöner, wohlgenährter Chelmon Rostratus dabei sei. Massi gibt in mir zu einem unglaublich fairen Preis, weil ich ihn direkt abhole. Seit längerem bin ich auf der Suche nach einem gesunden Exemplar, das ich im Kampf gegen meine Glasrosen einsetzen könnte. Schon einmal verfiel ich der Versuchung und erstand einen Chelmon, der mir jedoch nach nur einem Tag spurlos und bis heute in den Tiefen des Beckens verschwand.
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Hier mein neuster Zuzug:



Bereits vor dem Kauf des Chelmons durchsuchte ich das Internet nach Erfahrungsberichten und Informationen zu dieser Art. Tatsächlich scheint etwa die Hälfte aller Chelmons in Gefangenschaft spätestens nach einem halben Jahr einzugehen. Als häufigste Ursache wird dauernde oder plötzlich einsetzende Nahrungsverweigerung genannt. Im Übrigen ist der Chelmon schwierig an Frostfutter zu gewöhnen. Der Beschaffenheit seines Mundes nach, ist er dazu prädestiniert um kleine Löcher nach Futter abzusuchen. Gute Erfahrungen werden aber mit Mückenlarven und teilweise auch mit Artemia gemacht. So kommt es, dass ich heute bei Massi auch noch ein Pack Mückenlarven mit nach Hause nehme. Kaum war der Chelmon nach der Eingewöhnung im Becken, machte er sich auch schon über meine Röhrenwürmer her. Egal, hauptsache er isst etwas. Bei der anschliessenden Fütterung mit Artemia, Lobstereier und Mückenlarven zeigt er aber keinen Hunger. Ich hoffe natürlich, dass der Chelmon überlebt, mache mich aber innerlich auf das Schlimmste gefasst.

Bei Massi kaufe ich noch einen kleinen Nemo (Ocellaris), damit das einsame Kerlchen in meinem Becken wieder Gesellschaft bekommt. Er dankt es mir allerdings nicht und attackiert den Neuzuzüger anfänglich grob. Nun scheinen sich die beiden aber bereits angefreundet zu haben...mal schauen. Unten der kleine Neuzugang:
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Warum verschwinden in meinem Becken nach und nach alle Schnecken??? Das Mysterium löste sich heute auf:
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...und dann muss ich noch etwas beichten: Ich habe bereits vor einer Woche einen winzigen Palettendoktor eingesetzt und dies im letzten Blogbeitrag verschwiegen. Der Kleine ist gerade mal so gross wie eine Briefmarke ist, hat aber den Appetit eines weissen Hais.
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Sonntag, 25. Oktober 2009

Renovatio

Vorab bitte ich meine Leser, die sträfliche Vernachlässigung des Blogs zu entschuldigen. ...manchmal auferlegt einem das Leben andere Prioritäten.
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Der Neustart meines Beckens ist im vollen Gange, wenngleich ich vorsichtig fortschreite, was neue Tiere und Pflanzen angeht. Ich bin besonders stolz auf meine gesunden, kräftigen Nemos, die offensichtlich gestärkt aus der Krise hervorgegangen sind:

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Sissi, die Sternchenmuräne, scheint sich mit der Nasenmuräne prächtig zu verstehen. So kommt es des Öfteren vor, dass sie zu Besuch in der Röhre vorbei kommt. Die beiden gaffen dann zusammen aus der Röhre, gerade so, als würden sie über die restlichen Beckenbewohner tuscheln.
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Seit mein Bestand wieder etwas kleiner geworden ist, schenke ich auch den fleissigen Einsiedler-Krebsen wieder mehr Beachtung. Leider sind sie dauernd mit Streiten und Kämpfen beschäftigt.



Noch immer habe ich praktisch keine Steinkorallen in meinem Becken und trotzdem gewinnt es langsam wieder an Farbe und Artenvielfalt:



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Bei Xingu kaufe ich mir noch eine Teppichanemone, weil mich diese Art schon immer fasziniert hat, mein bisheriger Bestand aber keine Neuanschaffung zuliess. Sie liegt momentan im Sand und hat sich durch den Sand am Glasboden festgemacht. Teppichanemonen sind bekannt dafür, dass sie sich auch ab und dann mal einen Einsiedler einverleiben....wir werden sehen.
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Auf den toten Überresten der Kelchkoralle wachsen neue Ableger: