Dienstag, 29. Juni 2010
Aller Anfang ist -einmal mehr- schwer...
Freitag, 18. Juni 2010
Artemia "Zucht"

Eine Recherche auf verschiedenen Websites ergibt folgendes Inventar, das für eine Aufzucht nötig ist:
- Artemia Eier
Ich kaufe für rund 25.- ein Aufzuchtbecken aus Plastik, samt Gitterabdeckung mit Futterlucke und Schlaucheinlass. Die Abdeckung ist wichtig, damit -vor allem jetzt im Sommer- nicht ständig Insekten in's Wasser fallen und dieses unnötig belasten. Die Luftpumpe von OBI für 9.- mit Schlauch und Ausströmer, Meerwassersalz sowie Osmosewasser habe ich bereits. Die Hobby-Aufzuchtschale habe ich ebenfalls von einem früheren Versuch. Im Baumarkt kaufe ich noch eine Clip-Lampe und Artemia Eier sowie Aufzuchtfutter ist im Grundsortiment jedes grösseren Aquaristikfachgeschäfts. Insgesamt für aquaristische Belange ein relativ günstiges Experiment.
1. Nauplien ("Baby-Artemias") schlüpfen lassen
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Was passiert jetzt: Sobald die Artemiaeier mit Wasser in Berührung kommen, schlüpfen daraus nach rund 24 h die Nauplien...ein Wunder der Natur. Instinktiv bewegen sich die Nauplien in Richtung des Lichts, das von der Mitte der Schale aus durch die lichtdurchlässigen Trennwände bis in die äusserste Schale durchdringt. Auf ihrem Weg zur Mitte der Schale müssen die Nauplien, wie bei einem Hindernissparcour, abwechslungsweise oben und unten die Öffnungen zur jeweils nächsten Kammer durchqueren. Diese Schikane bezweckt, dass die frisch geschlüpften Nauplien von den Eierschalen getrennt werden. Sind die Nauplien nach ihrer ersten Reise in der Mitte angekommen, kann man sie bequem mittels passendem Sieb abfischen und in ein Aufzuchtbecken geben, bzw. verfüttern. Bei Nauplien handelt es sich im Wesentlichen um kleine zuckende Punkte, die für die Fütterung von ausgewachsenen Fischen kaum geeignet sind (Bei Fischaufzuchten, sieht es natürlich anders aus).
Seit dem ich die Nauplien aus der Schlüpf-Schale in das Aufzuchtbecken gegeben habe ist nunmehr eine Woche vergangen. Aus nur einer Messerspitze sind hunderte von Nauplien geschlüpft... unglaublich. Nach einer Woche sind sie jetzt dem unten aufgeführten Lebenszyklus nach etwa in Phase zwei; D.h. die zwei Schwimmarme werden langsam durch die Beinchen abgelöst:
Momentan läuft die Aufzucht super. Ich füttere mit Mikrozell, ein sgrünes sehr feines Pulver zur Aufzucht von Artemia. Ich löse das Futter vorab in Wasser auf und filtere es nochmals durch ein Artemia-Sieb, damit wirklich nur die kleinsten Partikel in's Aufzuchtbecken kommen. Offenbar würde sich auf normale Hefe aus der Lebensmittelabteilung als Futter eignen. Mein Becken ist wirklich voll von Artemia-Babys (pro cm3 etwa 3 Stück) und so gebe ich täglich eine Messerspitze Futter zu und warte mit der nächsten Fütterung, bis das Wasser wieder vollständig "klar-gefressen" ist. 3 Tage nach dem Einsetzen der Nauplien bemerkte ich, dass das Wasser, welches zu diesem Zeitpunkt schon bereits während 5 Tagen unter sehr spärlicher Belüftung angesetzt war, zu riechen begann. Sofort wechselte ich 2/3 des Wassers. Wichtig hierbei ist, dass natürlich das Wasser durch ein Sieb abgesogen wird, damit nicht Nauplien versehentlich im Abfluss landen.
Montag, 12. April 2010
Hoher Besuch...
Digitalmesser musste ich schon zwei abschreiben, so dass ich mich nun für einen Thermometer nach dem klassischen Fiebermesserprinzip entscheide (Kosten CHF 3.90). Beinahe wäre ich besten finanziellen Gewissens nach Hause gefahren, hätte mein Blickfeld nicht noch ein wohlgenährter zutraulicher Chelmon Rostratus (Pinzettenfisch) gekreuzt. Die Schönheit dieses Fisches spricht für sich und mit einem trockenen "Topfit, schon seit 8 Wochen da und frisst....für 100.- kannst ihn haben" ist der Kauf besiegelt.
Der wunderschöne Chelmon Rostratus:
Über Ostern habe ich noch 120 Liter Wasser gewechselt und seither scheinen sich an wenigen Stellen im Becken winzigkleine büschelartige graue Algen zu bilden...ob das wohl mit dem Wasser zu tun hat? Mal schauen, wie sich das entwickelt
Heute messe ich Nitrat und bin positiv überrascht: 10 mg/l
Trotz oder gerade wegen dieses guten Wertes soll der Bestand nicht mehr steigen.
Vor Ostern kam noch Andreas (http://www.andreas-horvath.ch/) vorbei, um mein Becken einmal live zu betrachten. Er hatte mich damals mit seinem Blog massgeblich für die Aquaristik begeistern können, so dass wir nun unsere Becken einmal gegenseitig begutachten konnten. Als Mitbringsel schenkt er mir noch eine Echinopera Lamellosa, die nun einen Ehrenplatz in der Mitte des Blickfelds im Aquarium bekommen hat...ist ja auch wirklich ein schönes Ding:
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Dienstag, 16. März 2010
Fungia-Dollar
Sonntag, 24. Januar 2010
Ein Zebra und Gift im Wohnzimmer...
Das Einfangen mit der Vakuumglocke klappt überraschend gut und kaum ist der Zebra bei mir im Becken eingesetzt, beteiligt er sich auch schon energisch an der Fütterung. Der Hawaii-Doktor attackiert den Neuzugang anfangs mit seinem Schwanzskalpell, aber der Zebra bleibt davon weitgehend unbeeindruckt und rückt jeweils einfach ein bisschen zur Seite, ohne aber einen Gegenangriff zu starten. Er scheint sich soweit allgemein ganz wohl zu fühlen bei mir...immerhin guckt er mir jetzt gerade neugierig beim Schreiben dieser Zeilen zu...und das nach nur vier Stunden im Becken...ein witziges Kerlchen:
Der Dr. hat gesagt:"das in ca.5 Stunden der Tod eingetreten wäre, weiterhin kann es sein, das man Ihnen die Hand abnehmen muss." Im Klinikum - Leverkusen angekommen ging auch da alles sehr schnell. Der Erste und zweite Doktor waren vor einem Rätsel.
Der dritte Doktor hatte mal Bekanntschaft mit einem Schwertfisch gemacht und sagte; so schnell schneide ich keine Hand ab. Einweisung in die Klinik, da war ich 8.Tage am Tropf um den Körper zu entgiften. Am 9.Tag dann die zweite Operation wo der halbe Daumen gechält wurde. Nach 14.Tagen Entlassung aus dem Klinikum....
Heute nach zwei Jahren kann ich den Daumen trotz Bewegungstherapie noch nicht richtig Bewegen. Mein Becken steht Toi Toi Toi gut. Ich habe nicht wegen den Krusten abgebaut, sie nur vernichtet. Es gibt ja viel schönere.
Übrigens habe ich besagte kruste mit der anderen Hand gerieben, ( aber ohne offene Wunde ) nichts ist passiert. Gebt bloß nicht das schöne Hobby wegen einer Kruste auf. "

Der Feilenfisch ist der Glasrosenfresser schlechthin und hat deshalb auch Einzug in mein Becken gefunden. Er passt seine Körperfarbe immer blitzschnell der Umgebung an:

Der Putzerfisch (Labroides dimidiatus) wird immer grösser. Ich frage mich auch, woher die rote Färbung in der Körpermitte kommt...hängt das mit der Nahrung zusammen?

Die Krustenanemonen gehören vermutlich zur ungiftigen Gattung Zoanthus...und sehen wirklich hübsch aus:

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Freitag, 15. Januar 2010
Neue Wasseraufbereitung...
Vor einer Woche habe ich erstmals wieder einen Wasserwechsel mit 120 Liter Osmosewasser gemacht, um Algen abzusaugen und wieder Spurenelemente zuzufügen.
Die Wasserwerte zeigen, vor und eine Woche nach dem Wasserwechsel die gleichen Werte:
Nitrat: 5 mg/l
Nitrit: Nicht nachweisbar
Ammonium/Ammoniak: Nicht nachweisbar
Phosphat: 0.03 mg/l
Salinität: 34
Calcium: 480 mg/l
Die Werte zeigen, dass nun der Stoffwechselkreislauf wieder intakt ist. Nach und nach ziehen sich auch die Algen zurück. Neulich habe ich gar eine junge Schnecke (sogar mit Häuschen) die Scheibe hochkriechen gesehen und auch meine Korallen wachsen im Moment wie verrückt. Übrigens setze ich seit etwa zwei Monaten das Produkt Easy-Life (Flüssiges Filtermedium, Mineralien) ein und irgendwie habe ich das Gefühlt, dass seit dann das Becken nochmals einen Sprung nach vorne gemacht hat.
Das Gäste-WC wurde weitgehend in ein Wasseraufbereitungsraum umfunktioniert. Dabei habe ich das 120-Liter-Fass dort permanent installiert und die gesamte Osmoseanlage liegt im Fass drin, so dass ein Leck bei den Schlauchklemmen vermutlich keine Überschwemmung verursachen würde. Natürlich habe ich an der Oberkannte des Fasses noch einen Abflussschlauch eingelassen und mit Silikon verklebt. Die Verbindungsstelle zwischen Wasserhahn und dem Schlauch zur Osmoseanlage ist im Übrigen durch ein dickeres, gebogenes Rohr geschützt, so dass auch hier das Wasser bei einem Defekt der Verbundstelle eigentlich seinen Weg in den Abfluss finden sollte. ...ja und an Murphys Law denken wir jetzt mal nicht.
Die Anemone füttere ich wöchentlich mit einem kleinen Stück Krill oder Muschelfleisch und sie dankt es mir mit Wachstum:
Die Teppichanemone pflügt sich ihren Weg durch den Sand:
Die Sternchenmuräe einmal mehr zu Gast bei der Nasenmuräne. Ich konnte heute erstmals beobachten, dass die Sternchenmuräne ihre körperliche Überlegenheit ausspielte und bei der Fütterung die Nasenmuräne mit einem seitlichen Kopfputsch wegschubste...fast gerade so, wie es jeweils die Kühe auch tun.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Renovatio II
Mittlerweile sind die Tiere wieder im Becken. Zudem erstand ich noch einen Hawai-Doktor gegen die Algen sowie einen Feilenfisch gegen den Glasrosenbefall. Der Tierbestand gestaltet sich derzeit wie folgt:
- Kleiner Hawaidoktor
- Zwei Amphiprion Ocellaris
- Kleiner Putzerlippfisch
- Sternchenmuräne
- Nasenmuräne
- Feilenfisch
- Fünf Einsiedler
Vorläufig werde ich es bei diesem Bestand belassen. Ich mache derzeit keine Wasserwechsel mehr, um dem Becken Zeit für die Erholung zu geben.


























