Mittwoch, 17. Juni 2009

Eindrücke aus dem Aquarium...

Raffaello, der Seeigel, übertreibt es langsam mit seiner Tarnung:
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Die tägliche Fütterung der Kelchkoralle mit Phytoplankton macht sich bezahlt:


Der Einsiedler verlässt sein umgekipptes Häuschen, um sein Gefüge wieder in die Horizontale zu bringen:
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Belag einer Aquarium-Pizza: Kelchkoralle, blauer Schwamm, Scheibenanemonen, Seeapfel, Muräne, Fingerkoralle, Scheibenanemonen, Krustenanemonen und Lederkoralle:
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...und wer ganz genau hingeschaut hat, erkennt im Hintergrund das noch immer unedefinierte Objekt in Mitten der Krustenanemonen:
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...das "orangefarbene Ding" hat Reflexe und zieht sich ruckartig zurück bei Berührung...weiss jemand, was das ist?...
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Gierig streckt der Seeapfel seine Tentakel nach Plankton aus...
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...das Plankton klebt an den Tentakeln, welche sich der Seeapfel in die Mundöffnung steckt....ganz ähnlich, wie wenn wir uns die Finger ablecken:
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Tentakel in der Mundöffnung...
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Die orangefarbene Fungia bereitet mir Sorgen:
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Feuerfisch erfolgreich angefüttert!

Seit Monaten hat sich mein Feuerfisch geweigert, totes Futter anzunehmen und die Kosten für Lebenfische belasteten mein Aquariumbudget erheblich.

Ein weiterer Effort um den Feuerfisch anzufüttern, sollte sich aber bezahlt machen:
Ich zerlegte ein paar Stinten in Stücke von etwa 2 - 3 cm Länge und liess sie bei ausgeschaltetem Licht mit der Strömung am Feuerfisch vorbeigleiten....und dann passierte das Unglaubliche: Er schnappt zu!
Feuerfisch mit Stinte im Rachen:



Nach ein paar weiteren Fütterungen dieser Art, bemerkte der Feuerfisch offenbar, dass die Futterzange kein böses Tier ist, sondern ihm bei der "Jagd" hilft. Seither nimmt er sogar die Stinten direkt von der Zange. Wichtig ist, dass er dies in Ruhe tun kann und nicht von den übrigen futterneidischen Fischen bedrängt wird. Es bietet sich daher eine Fütterung bei Nacht oder unter Ablenkung der übrigen Fische an. Seit der ersten erfolgreichen Fütterung sind nun beinahe zwei Wochen vergangen und der Feuerfisch kommt langsam wieder zu Kräften:
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Hier noch ein imposantes Video, welches die Jagd von Feuerfischen im Meer illuster darstellt:
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Auch im Aquarium verhält sich der Feurfisch bei der Jagd von Lebendfischen genau so, wie im Film gezeigt.

Freitag, 29. Mai 2009

Neuer Einsiedler des Muschelverzehrs verdächtigt!

Bei Riu Xingu in Winterthur kaufte ich am Wochenende einen riesigen Einsiedler für CHF 18.- als effizienter Reste und Algenvertilger...
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...am Montag frisst jemand eine meiner zwei 100-fränkigen blauen Riesenmuscheln....
...am Dienstag finde ich auch die zweite Muschel ausgefressen auf dem Beckengrund!!!!
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Der neue Einsiedler steht unter dringendem Verdacht! ...Ich hoffe für ihn, dass sich der Verdacht nicht bestätigt....sonst endet er getrocknet als Deko auf dem Cheminée-Rand!
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R.I.P...ein Bild zu Lebzeiten:

Super Website entdeckt

Bereits im letzten Beitrag habe ich auf einen Text von der Website advancedaquarist.com verwiesen. Diese Website überzeugt durch wissenschaftlich untermauerte Berichte zu verschiedenen Themen der Aquaristik. Die Autoren machen sich jeweils die Mühe und reflektieren ihre eigenen Erfahrungen an wissenschaftlichem Studien- und Literaturmaterial. Dadurch heben sich die Aufsätze klar ab von anderen Aquaristikwebsites und -foren, worin üblicherweise aus eigenen Erfahrungen allgemeine Regeln abgeleitet werden und viel "behauptet" und "nachgeplappert" wird...ein bekanntes Übel in der Aquaristikszene.
http://www.advancedaquarist.com/

Dienstag, 26. Mai 2009

Naiver Kauf und Chance zugleich...

Letzten Freitag war ich das erste Mal bei Aquaristik Pascal in Konstanz. Wenngleich das Sortiment an Fischen mich nicht zu überzeugen vermochte, war ich dafür umso mehr begeistert ab der Auswahl an schönen Korallen und Schwämmen. Es kam, wie es kommen musste, und so kaufte ich spontan einen wunderschönen Seeapfel (Pseudocolochirus), zwei Schwämme sowie eine gelb-orangene Kelchkoralle (Tubastrea faulkneri). Auf meine Frage hin, ob denn diese Tiere gut haltbar seien, meinte der Berater: "Ja, absolut problemlos. Wichtig ist einfach eine gute Strömung und relativ hohe (!) Nitratwerte. Tiefe Nitratwerte seien der häufigste Grund für schlechtes Wachstum von Filtrierern". "Super", dachte ich und kaufte alles spontan und ohne mich weiter zu informieren oder nachzufragen. Die Aussage des Beraters betreffend die Nitratwerte, machte mich aber neugierig und so testete ich das Wasser aus dem Korallenbecken von Aquaristik Pascal auf Nitrat....und tatsächlich: 60 - 80 mg/l....und ein traumhaftes Becken, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich bin verwirrt und das allgemeine Streben nach Nitratwerten knapp oberhalb der Nachweisgrenze relativiert sich für mich etwas.
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Der Seeapfel:

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Die Kelchkoralle (mit eingezogenen Polypen)

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Der blaue Schwamm:

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...und der gelbe Schwamm:

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Wie ich zu Hause das Internet konsultiere, um mich über meine neusten Beckenbewohner zu informieren, stellt sich Erstaunliches heraus:

  • Der Seeapfel ist, wenn er ablaicht oder stirbt, derart giftig, dass er den gesamten Fischbestand im Becken auslöschen kann. Im Netz finden sich zahlreiche Erfahrungsberichte dazu. Im Übrigen muss der Seeapfel speziell mit Phytoplankton ernährt werden. Dies sind wohl genug Gründe, warum man dieses Tier, obgleich seiner Schönheit, sehr selten in Aquarien sieht. Immerhin gibt es fundierte Berichte, welche diese Bedenken relativieren und eine Haltung in Aquarien bedingt empfehlen: http://www.advancedaquarist.com/issues/mar2003/invert.htm

  • Die Schwämme sind schwierig haltbar und gehen in der Regel ein.

  • Die Kelchkorallen sind überaus anspruchsvoll und jeder Polyp muss einzeln mit Plankton, Lobstereier etc. gefüttert werden, damit überhaupt eine Überlebenschance im Aquarium besteht.

Mein naiver Kauf wurde bestraft und ich habe nun ein paar heikle, ja gar bedrohliche neue Tiere im Aquarium. Die Kehrseite davon ist aber auch eine einmalige Chance, diese Tiere erfolgreich zu halten. Der besagte Bericht über den Seeapfel macht mir viel Mut. Ausserdem bin ich bereit, die tägliche Spezialfütterung der Kelchkoralle auf mich zu nehmen. So kommt es, dass ich mich heute bei Riu Xingu in Winterthur mit Phytoplankton in der Form von Gefrierspray eindecke und das erste Mal meine neuen Bewohner damit füttere:

Zuerst nur leicht besprühen, damit die Tentakel ausfahren...


...und danach richtig "einnebeln"....



...und hoffentlich ist der Seeapfel satt. Immerhin ist Mangelernährung der häufigste Grund, warum dieses Tier im Aquarium eingeht und alle übrigen Bewohner mit in den Tod reisst...

...auch die Kelchkoralle reagiert gut auf das Plankton und fährt ein wenig die Polypen aus...

Sollte ich, wie bis ahnin, auch dieses Mal mehr Glück als Verstand haben, hätte ich ein paar einzigartige Tiere im Aquarium! Noch bleibt es aber "spannend".

...bei Aquaristik Pascal war ich aber vorläufig das letzte Mal...

Wasserwerte

Die Entwicklung der Wasserwerte ist noch immer besorgniserregend aber in Anbetracht des Bestandes auch nicht weiter verwunderlich. Nachstehend das Ergebnis der gestrigen Messung:
Nitrat 60 mg/l
Phosphat 1+ mg/l
Calcium 470 mg/l
Salinität 34
Seit drei Tagen habe ich einen Phosphatabsorber (Filtermedium) im rechten Filterschacht installiert. Zudem sind in beiden Filterschächten momentan zwei Zeolith-Säcke am arbeiten, um das Nitrat zu reduzieren. Das Wasser habe ich vor einer Woche das letzte Mal gewechselt.
Die Korrektur der Wasserwerte hat derzeit höchste Priorität...wir werden sehen....

Mittwoch, 6. Mai 2009

Putzerfisch ersetzt Mandarin

Am Montag kaufe ich mit Binia zusammen bei Riu Xingu in Winterthur einen kleinen Putzerfisch (Labroides dimidiatus), welcher der Literatur nach sehr empfehlenswert für jedes Fischaquarium ist. Problematisch ist, dass der Putzerfisch in etwa die Grösse einer Stinte aufweist, welche wir täglich den Muränen verfüttern. Ohne Vernehmlassung des Putzerfisches, haben wir uns aber dafür entschieden, es zu probieren... :) Anlass für diesen Kauf war ein Tauchgang in Thailand, währenddem ein Putzerfisch einfach nicht von Binia und mir ablassen wollte :) Ausserdem ist während unserer zweiwöchigen Abwesenheit der Mandarin verschwunden...sehr schade. Die knappe Fütterung von höchstens zwei Würfeln Artemia (nebst Salat und Stinten) könnte dazu beigetragen haben, dass der Mandarin zu wenig genährt wurde. Immerhin picken Mandarin-Fische das Futter vom Grund auf...sofern dort überhaupt etwas ankommt.

Putzerfisch: